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Direkte Umgebung

Retiro no Rio liegt im Tal des Mondego. Dieses Stück unberührte Natur ist ein wahres Vogelparadies in dem sich Rotmilan und Wiedehopf tagsüber regelmässig zeigen und die Eule sich nachts hören lässt. Auch Zwerg-und Fischadler kann man Beobachten. Zusätzlich ist dies Lebensraum für unter anderem Füchse, Wildschweine, Kaninchen, Eichhoernchen, Otter, Feuersalamander und verschiedenste Eidechsenarten. Im Fluss wird hauptsächlich nach Karpfen und Barbe gefischt. Wenn der Flussstand niedrig ist (September-März) kommen Leitdämme und Ruinen zum Vorschein, stille Zeugen untergegangener Orte nach dem Bau des Stausees Barragem da Aguiera. Vom Penedo Cabana (Aussichtspunkt in Laufnähe) hat man einen spekatuklären Ausblick über den Fluss.

Das nächstgelegene Dorf ist nach einer 30 minütigen Wanderung oder 5 Minuten mit dem Auto zu erreichen: Póvoa de Midões. Hier finden sich diverse Café’s und ein Restaurant.

In Midões, ein Dorf mit einer reichen und immernoch spürbaren Vergangenheit, finden Sie ein Postamt, Metzger, Bäcker, Restaurants und Bars. An Tábua grenzend liegt Sevilha, von alters her ein Müllersdorf wo das Getreide der Umgebung gemahlen wurde. Die prächtige Wanderroute führt sie entlang schöner Weitsichten zum Rio de Cavalos, wo alte und immernoch intakte Wassermühlen zu bewundern sind.

Der nächstgelegene Supermarkt befindet sich in Tábua und Carregal do Sal, beide erreichen sie mit dem Auto in 10 Minuten.

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Im Norden

Nach einer 10 minütigen Autofahrt finden Sie sich in Carregal do Sal, ein gepflegtes Städchen mit Charakter. Hierhin gibt es zwei beschilderte Routen; eine Hühnengrab-Route und eine archäologische Route. Auf beiden kann man Wandern, Radfahren  oder mit dem Auto fahren. Dort befindet sich ein kleines Heimatmuseum, wo man auf Anfrage eine ölpresse aus dem 14. Jahrhundert besichtigen kann, eine Bahn-und Bushaltestelle, verschiedene Restaurants, Supermärkte, ein Tennisplatz, Schwimmbad und Freitags auch ein Wochenmarkt .

Fahren Sie Richtung Tondela kommen Sie durch das berühmte Weingebiet des Dão, in dem prächtige alte Landgute liegen. Hier gibt es verschiedenste Weingüter die besucht werden können. Molelos ist ein Dorf in dem Sie auf jeden Fall einen halt einlegen müssen. Es grenzt an Tondela und ist das Produktionszentrum für handgemachte schwarze Töpferware.

Viseu (40 min) hiess in der Vergangenheit Viso, was ‘gute Sicht’ bedeutet. Den Mittelpunkt der Altstadt bildet die massive Kathedrale Sé, ursprünglich im romanischen Stil gebaut aber anschliessend im 16. Und 18. Jahrhundert von Grund auf renoviert. In dem Bischofspalast neben der Kathedrale steht das Museu de Grão Vasco. Dieses bietet eine breite Sammlung an Gemälden aus der Schule von Viseu (16. Jhd). Daneben sind auch Gemälde verschiedener portugiesischer Künstler aus dem 19. Und 20. Jhd sowie Bildhauerwerke und Spanisch-Arabische azulejos (kleine Fliesen) aus dem 16 Jhd zu sehen. Ausserhalb des Zentrums, im Norden, liegt Cava de Viriatio, ein Park mit dem Resten einer römischen Militärniederlassung die auf das 2. Und 1. Jhd voor Christus datiert wird. Es ist das grösste Monument aus dieser Periode auf der iberischen Halbinsel. Während der jährlichen Feira de São Mateus, dem ältesten Markt von Portugal, werden Konzerte und Folklore-Aktivitäten organisiert. Der Markt dauert vier Wochen und findet von Mitte August bis Mitte September statt.

Der Kurort Caramulo, zeichnet sich im Städchen selbst durch prunkvollen Pflanzenbewuchs in Parks und Gärten aus und wird umringt von Wäldern, Maisfeldern und Weingärten. Das Dorf hat ein Museum mit zwei verschiednen Sammlungen; eine Kunstsammlung und eine Sammlung von Oldtimern die überragt in Qualität und Quantiät.

Der Serra do Caramulo ist besonders geeignet fuer Wanderungen. Auch mit dem Auto lassen sich ein paar Aussichtspunkte erreichen. Ausserdem kann man hier Gleitschirmfliegen.

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Im Osten

Ein Tagesausflug mit dem Auto zur Serra da Estrela könnte bei Oliveira do Hospital, einem kleinen Provinzstädchen, beginnen. In Bobadela sieht man in der Nähe der Kirche einen römischen Triumphbogen. Ungefähr 10km gen Sued-Westen findet sich das Igreja de São Pedro de Lourosa. Die kleine Kirche aus dem Jahr 950 wurde 1921 restauriert und hat eine mozarabische Innenausstattung. Hier steht auch ein Glockenturm aus dem 15. Jhd und ein Pranger (pelourinho) im manuelinischen Stil. Fährt man weiter in nordöstlicher Richtung gelangt man nach Seia, ein Städchen das bekannt ist wegen seines Käses und bizarren Felsformationen. Ein Besuch im Brotmuseum (museu do pão) ist durchaus lohnenswert. Nach ca. 8 km über die gewundene N339 bietet ein miraduoro (Aussichtspunkt) vorbei an der Hofschaft Sabugueiro eine prächtige Aussicht über das Vale de Rossim und den Fluss Alva. Der Weg führt hinauf und entlang der Lagoa Compride, einem grossen Stausee, bis auf den höchsten Punkt des portugiesischen Festlandes mit 1993m: Malhão da Estrela. Die Bergspitze wird aufgrung des Steinturms auch Torre genannt. König João VI baute das steinernde Ungetüm anfang des 19. Jhd aus Unzufriedenheit über die Höhe des Berges. Mit dem 7m hohen Turm wusste er den Malhão da Estrela auszuweisen auf die akzeptablere Höhe von 2000m. Hier findet sich das einzige Skigebiet von Portugal und ein grosser Bazar mit regionalen Produkten.

Ein spektakulärer Weg durch das Gletschertal des Flusses Zêzere führt nach Manteigas, ein ruhiges Dörfchen mit Warmwasserquellen das vollständig von Bergen umringt ist. Hinter dem Dorf beginnt die atemberaubernde, gewundene Bergpassage Penhas Douradas. Weiter Richtung Gouveia liegt die Quelle des Flusses Mondego (nascente de Mondego), der längste Fluss der ausschliesslich durch Portugal strömt. Gouveia ist das Mekka des Schafskäse; der queijo da Serra wurde hier geboren. Bei Gouveia kan man wieder in den Nationalpark Serra de Estrela oder in Richtung der malerischen Dörfer Folgosinho und Linhares weiter, wo sich der lokale Stolz in Form einer Burg findet. Die Route über den westlichen Bergruecken von Seia kommend hat weniger Steigungen und Senkungen, die Höhe hält sich mehr oder weniger konstant auf 600 bis 700 m. Der Weg führt über eine Abzweigung bei São Romão entlang der Senhora do Desterro, wo der Kopf einer alten Frau (Cabeça da Velha) in einem Granitstein zu sehen ist.

Zurück auf der N231 entlang der Dörfer Lorgia und Alvoco da Serra liegt Unhais da Serra, ein kleiner Kurort in prächtiger Umgebung am Anfang des Tals. Auch Covilhã ist ein Städchen mit Warmwasserquellen, Wollindustrie und auch einem Exkursionszentrum. Von dort ziehen Wintersportler richtung Skigebiet Penhas da Saúde, auf gut 1600m Höhe gelegen.

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Im Sueden

Benfeita is Teil der Serra do Açor. Dieses Gebiet von zwei Flüssen eingegrenzt: im Norden Alva und im Süden Ceira. Abgesehen von dem Schiefern-Doerfchen selbst ist auch die Mata da Margaraça, einzig ursprünglicher Wald in Portugal und der Wasserfall Fraga da Pena sicher eine Besichtigung wert. Eine wunderschöne beschilderte Wanderung führt durch dieses besondere Gebiet.

Arganil liegt am Fusse des Monte Alto. Die Wallfahrtskirche Nossa Senhora da Agonia auf dem Gipfel ist vom 6. Bis 8. September das religöse Ziel fuer Pilgerer. In dieser Zeit findet auch der jährliche Markt (Leinen, Keramik und Kupferarbeiten) statt. In der Capela do Senhor da Ladeira sieht man Menino Jesus, ein Bildnis von Christus als chic gekleidetes Kind. Arganil selbst ist ein kleines Städchen mit verschiednen Strassencafes und Donnerstagabend einem gemütlichen Markt.

Piódão ist zweifelsohne eines der besondersten Dörfchen in Portugal. Es wurde 1978 klassifiziert als Denkmal von allgemeinem Interesse und erlangte dadurch ein gescheutztes Dorfbild. Durch die Aufnahme von Piódão in das Projekt für historische Dörfer in Portugal mussten alle Stuckhäuser mit beschädigten Dachern wieder Schiefern-Mauern und –Wände bekommen und auch die neu erichteten Gebäude wurden mit Schiefern ausgestattet. Warum die Fenster und Türen der Häuser im typischen Blau gefärbt sind ist bis heute ein Rätsel. Die wahrscheinlichste Geschichte ist immer noch, dass es eines Tages ein grosses Fass blauer Farbe in dem isolierten Dorf ankam wovon jeder Gebrauch machte. Diese Farbe ist im Anschluss eine schöne Tradition geworden.

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In den Westen

Ungefähr 15km von Retiro no Rio entfernt liegt Barragem de Aguieira, ein Staudamm der aus dem Tälern des Mondego und Dão das wichtigste künstliche Seengebiet Portugals gemacht hat. Ein Paar km weiter liegt Santa Comba Dão, ein gemütliches altes Städchen und Geburtsort von António de Oliveira Salaza, portugals Diktator aus dem 20Jhd. Sein Grab befindet sich auf dem kleinen Friedhof von Vimieiro.

Der Weg nach Buçaco wird dominiert von Tannen-und Eukalyptusbäumen. Dieser Park wird von einer 5 km langen Mauer umschlossen und hat 11 Eingänge. Hier wachsen und blühen 300 fremdländische und 400 einheimische Pflanzen und Bäume: riesige Zedern (manche mit einer Höhe von bis zu 35m) aus dem Libanon, Mexiko, Afrika und Indien, Zypressen, Ginko`s, Palmen, Mimosen, Rhododendren, Hortensien und Magnolien. Im Frühjahr zeigen sich Birnen-, Pflaumen und Zitronenbäume in voller Blüte. Neben den vielen Vögeln sind für Kenner bis zu 70 Arten von Tag-und Nachtfaltern zu erspähen. Mitten im Wald steht der Palacio de Buçaco, ursprünglich als Jagdpavillon für die königliche Familie gedacht, aber schon 1909 an ein Hotelgewerbe weiterverkauft. Im Park sind verschiene Wanderrouten ausgezeichnet.

In der Nähe von Buçaco liegt der Kurort Luso. Das hiesige Wasser wird in Flaschen abgefüllt und über das Land verteilt viel getrunken. Die Römer schon kannten die heilende Wirkung des Wassers und man kann es Mitten im Dorf, aus dem Brunnen neben der Capela de São João Evangelista, gratis trinken. Im Westen von Luso liegt Mealhada, das berühmt ist Aufgrund des leitão assado (gebratenes Spanferkel).

Coimbra liegt an den Ufern des Mondego und ist das Oxford Portugals. Das Leben in der Stadt wird von einer der ältesten (gegründet 1290 und mit 2007 ca 22.000 Studenten) Universitäten der Welt bestimmt. Hier sieht man noch häufig männliche Studenten mit ihren langen schwarzen Capes durch die Stadt laufen. Der Fado von Coimbra ist eine Mischung verschiedener Musikstile. Studenten kamen aus allen Himmelsrichtungen und nahmen ihre eigene Musik mit, woraus sich der Fado von Coimbra entwickelte. Dieser ist noch keine so starke Touristenattraktion wie der Fado aus Lissabon und klingt fast noch melancholischer, fatalistischer und herzzerreissender. Eine der grössten Sehenswürigkeit ist natürlich die Universität, bestehend aus verschiedenen Fakultäten. Die Hauptgebäude finden sich in einem Palast aus dem 16. Jhd. Auch die barocke Universitätsbibliothek ist beeindruckend. Von hier hat man eine wunderbare Aussicht über die Stadt und den Mondego. Die Unterstadt hat eine gemütliche Einkaufsstrasse mit vielen schmalen Gassen die an einen orientalischen Bazar erinnern. In den Bars und Restaurants kann man noch für sehr zuvorkommende Preise Essen und Trinken.

Wer sich auf den Weg nach Coimbra macht kommt fast nicht um einen Besuch in Conímbriga umhin. Portugals grösste archäologische Fundstätte aus der Römerzeit bildet die Ursprünge der Stadt und liegt 18km weiter südlich. Man kann einen 3km langen Aquadukt, ein Teil des Forums, einen Tempel und Reste der Verteidigungsmauer besichtigen. Wunderschön sind die farbigen Mosaikboeden der Ruinen, ebenso wie der rekonstruierte Garten mit Wasserfällen und Brunnen. In der Casa des Termas sind absonderliche kalte, lauwarme und heisse Bäder zu erkennen und das Heizsystem basiert auf einer Heissluftzirkulation durch Gänge unter dem Boden.

Von Coimbra aus bildet das historische Montemor-o-Velho den Beginn der Costa de Prata. Hier stehen die schönsten und grössten Schloesser von Portugal. Von der Festung schaut man hinab auf Reisfelder und hinüber zu den Bergen der Serra da Lousã.

Bei der Mündung des Mondego liegt Figuera da Foz, ein beliebter Badeort mit zahlreichen Wassersporteinrichtungen. Der Strand ist gute 2km lang und hat meist eine ruhige Brandung. Die Handels-und Fischereihafen sind sehr geschäftig. Dadurch, dass sich der Mondego schon vor der tatsächlichen Mündung ins Meer in zwei Arme spaltet ist hier eine grosse Insel, die Ilha da Morraceira, entstanden worauf grossflächig Salz gewonnen wird.

Das nördlicher gelegene Praia da Mira war ursprünglich ein kleines Fischerdorf, dass sich schnell zu einem Fereinort entwickelte. Die traditionelle Schleppnetzfischerei, wobei das Netz ins Meer geworfen und anschliessend an Land gezogen wird, hält man hier noch stets in Ehren. Die schönsten Strände aber liegen zwischen Costa Nova und Vagueira südlich von Aveiro. Typisch für die Costa Nova sind die bunt gestreiften Häuser. Etwas nördlicher auf der Spitze eine Landzunge liegt Praia da Barra mit seinem Leuchtturm aus 1894.

Der Meeresarm von Aveiro erstreckt sich über eine Länge von 45km und besteht zum Grossteil aus Kanälen und Lagungen, Salzseen und mehr oder weniger trockenen Abschnitte, welche landwirtschaftlich genutzt werden. Im flachen Gewässer der Lagunen wird Seetang (moliço) gesammelt und als Dünger verwendet. Die traditionellen Boote hierfür (barcos moliceiros) sieht man in den Kanälen des Stadtzentrums von Aveiro. Sie haben keinen Kiel, aber eine hohen bemalten Bug in Form eines Schwanenhalses.

In der Lagune Ria de Aveiro liegt am südlichen Ufer Ílhavo, eine kleines Fischerdorf mit alten Villen aus dem frühen 20. Jhd sowie Villa Africana mit gelben Azulejos. In dem örtlichen Museum wird die Geschichte der Kabeljaufischerei erklärt und es gibt eine enorme Muschelsammlung. Vista Alegre ist seit 1824 das Zentrum für Keramik, Glas und Porzellan. Die alte Fabrik ist mittlerweile ein Museum in dem das Handwerk auch zu kaufen ist. Im Norden der Ria de Aveiro befindet sich das Naturschutzgebiet der Dunas de São Jacinto. Die Dünen gehören zu den am Besten erhaltenen in Europa. Der Park hat ein Lernzentrum über die Landschaft und bildet den Ausgangspunkt verschiedener Wanderungen.

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